Gemeinschaftskonto – Girokonten mit 2 oder mehr Inhabern!


Ein Gemeinschaftskonto ist auf dem ersten Blick nichts anderes als ein Girokonto, das von mindestens zwei Kontoinhabern geführt wird. Doch die Idee, die hinter diesem Kontomodell steckt, ist noch viel tiefgründiger. Geführt wird es in erster Linie als „Paarkonto“. Die Mehrheit der Paare, die innerhalb eines Haushaltes wohnt, verfügt über ein solches Konto – vollkommen unabhängig davon, ob diese verheiratet sind oder nicht.

Doch die Zielgruppe lässt sich noch viel weiter fassen. Insbesondere für Familien, Wohngemeinschaften (WGs), Vereine und Firmen kann es vielseitige Vorteile mit sich bringen, ein Gemeinschaftskonto zu führen. Aber welche Beweggründe gibt es dafür, ein solch gemeinschaftlich geführtes Konto einzurichten? Und welche Fallen (Stichwort: Steuern) werden hierbei eröffnet?


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Die ideale Finanz-Schnittstelle


Bei einem Gemeinschaftskonto sind alle Kontomitinhaber gleichberechtigt, haften infolgedessen jedoch auch gesamtschuldnerisch. Der Nutzen eines solchen Kontos wird vor allem dann ausgeschöpft, wenn man beispielsweise in einem gemeinsamen Haushalt die gemeinsamen Finanzen / das gemeinsame Geld verwalten möchte. Damit ist ein solches Konto die optimale Schnittstelle, um gemeinsame Ein- und Ausgaben (im Regelfall von Paaren) zu überwachen. Infrage können hier Kosten wie Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Rundfunkgebühren, Auto oder Lebensmittel kommen. Da im Normalfall beide hiervon profitieren, müssen die Kosten entsprechend geteilt werden.

Besitzt man kein Gemeinschaftskonto, sondern führt jeder Partner nur ein Einzelkonto, kommt es zwangsläufig früher oder später infolge unübersichtlicher Umbuchungen zum finanziellen Chaos. Die Lösung: Jeder führt weiterhin sein persönliches Girokonto (Einzelkonto) für Verfügungen, die nur den Einzelnen betreffen. Für alle gemeinsamen Finanzangelegenheiten wird hingegen ein Paarkonto eingerichtet.

Gemeinschaftskonto eröffnen – wie funktioniert das?


Da prinzipiell kaum ein Kontointeressant Lust und Zeit hat, sich mit einem papierintensiven Kontoantrag herumzuschlagen, ist die Frage, wie kompliziert es ist, ein solches Konto zu eröffnen, sehr beliebt. Um schon jetzt Entwarnung zu geben: Wer ein Gemeinschaftskonto eröffnen will, kann dies innerhalb kurzer Zeit unkompliziert tun. Bei vielen Bankinstituten gibt es mittlerweile bereits Online-Formulare, die bequem von Zuhause per Internet ausgefüllt werden können. Die eigentliche Kontoeröffnung findet dann entweder in der Filiale vor Ort oder über das Identifikationsverfahren der Post (Postident-Verfahren) statt. Letztere Alternative ist bei Direktbanken die Regel. Um ein Konto eröffnen zu können, müssen natürlich die personenbezogenen Daten beider Kontoinhaber angegeben werden. Ebenfalls muss man sich darauf einstellen, dass die Schufa-Auskunft von allen Beteiligten sowie Nachweise über die Höhe des Gehaltes eingeholt werden.

Folgendes sollte bei der Eröffnung beachten werden:

    • Kontoeröffnungsantrag kann online ausgefüllt werden
    • Zur Identifizierung entweder Postident-Verfahren oder persönlich mittels Personalausweis bei der Bank (alle Kontoinhaber)
    • Persönliche Daten und Gehaltsinformationen müssen angegeben werden
    • Regelfall wird eine Abfrage bei der Schufa getätigt


Unser Vergleich (2016) hilft, das beste Angebot zu finden


Mittlerweile offeriert fast jedes Kreditinstitut seinen Kunden die Möglichkeit, ein Girokonto als gemeinsames Konto zu führen. Die Folge: Die Auswahl ist erdrückend, viele Interessenten überfordert. Um effektiv zu selektieren und unterm Strich das Angebot zu finden, dass auf die persönlichen Bedürfnisse am besten abgestimmt ist, hilft unser umfangreicher  Vergleich. Hier listen wir alle seriösen Banken aus Deutschland und Nachbarländern auf und legen übersichtlich die jeweiligen Vor- und Nachteile dar. In die Bewertung sind dabei Merkmale wie Kontoführungsgebühren, Anzahl der Bankautomaten oder Zusatzleistungen (EC-Karten bzw. Kreditkarte) eingegangen.

Ebenso war für uns interessant, ob es sich um eine Internet – Direktbank oder um eine klassische Filial-Bank und Ansprechpartnern vor Ort gehandelt hat. Nicht außer Acht zu lassen waren darüber hinaus natürlich die Zinsen (Soll- und Habenzinsen). Die Erfahrungen haben gezeigt, dass unser Vergleich hier eine bequeme Möglichkeit bietet, ohne großen Aufwand an ein überdurchschnittlich attraktives gemeinsames Partner – Girokonto zu gelangen.

Eigenschaften, auf die man bei der Banken-Wahl achten sollte:

    • Kontoführungsgebühr vergleichen
    • Zinsen (Haben-/ bzw. Sollzinsen)
    • Qualität vom Online – Banking
    • Verfügbare Geldautomaten zum Abheben von Geld
    • Zusatzleistungen (Karten: EC-Karte, Kreditkarte o.ä.)
    • Direktbank im Internet oder Filial-Bank


Gemeinsam ein Konto eröffnen – hier geht es:


Bei folgenden Instituten (Stand: 2016) ist es problemlos möglich, ein Gemeinschaftskonto online zu eröffnen.

AnbieterGemeinschaftskonto
ing diba logo
ING DiBA Gemeinschaftskonto
Vorteile vom DiBA Konto:

kostenlose Kontoführung
Girokarte, Kreditkarte, Geldkarte
kostenloses Tagesgeldkonto

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dkb logo
DKB Gemeinschaftskonto
Vorteile vom DKB Cash Girokonto:

komplett gebührenfrei
Girokarte & Kreditkarte kostenlos
Tagesgeldkonto inklusive

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comdirect logo
comdirect Gemeinschaftskonto
Vorteile vom comdirect Konto:

kostenlos & gebührenfrei
Girocard & Visa-Karte für beide Partner kostenlos
kein regelmäßiger Geldeingang notwendig

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Und- vs. Oder-Konto – was ist der Unterschied?


Wer ein gemeinschaftliches Girokonto führen will, muss sich bei der Eröffnung zwischen Und- bzw. Oder-Konto entscheiden. Ein als Und-Konto geführtes Konto hat zur Folge, dass für jede Verfügung (zum Beispiel Ein- oder Auszahlung) die Zustimmung aller Kontoinhaber vorliegen muss. Anders beim Oder-Konto: Hier kann jeder Kontoinhaber autonom, also eigenständig, über das Guthaben verfügen. Die anderen Kontoverantwortlichen müssen also nicht zustimmen. Ein Großteil der Gemeinschaftskonten wird als Oder-Konto geführt.

    • Und-Konto: Für jede Verfügung bedarf es die Zustimmung aller Kontoinhaber
    • Oder-Konto: Jeder Kontoinhaber kann ohne Zustimmung anderer voll über jegliches Geld / Guthaben verfügen

Vor- und Nachteile im Überblick


Vorteile und Nachteile bei einem GemeinschaftskontoWo Licht ist, gibt es auch Schatten. Dieser Grundsatz greift natürlich auch beim Gemeinschaftskonto. Während die Vorteile bereits detailliert ausgeführt wurden, sind die Nachteile bislang noch größtenteils unbenannt geblieben. Angeführt werden sollte hier vor allem die Tatsache, dass beim gemeinsamen Konto alle Kontoinhaber gesamtschuldnerisch haften. Das bedeutet in der Praxis: Liegt gegen einen einzelnen Kontoinhaber eine Pfändung vor, so ist das vollständige Guthaben des Gemeinschaftskontos in Gefahr. Aus diesem Grund sollte ein Gemeinschaftskonto nur von Personen geführt werden, die sich in einer finanziell stabilen Lage befinden. Insbesondere in Bezug auf die Gemeinschaftskonto Pfändung gibt es allerdings noch einige wissenswerten Aspekte, die man unbedingt beachten sollte.

Ein Aspekt, der von vielen Seiten ebenfalls als negativ bewertet wird, ist die Verfügungsgewalt, die zumindest beim Kontomodell des Oder-Kontos thematisiert werden sollte. In diesem Fall hat nämlich jeder Kontoinhaber die alleinige Verfügungsgewalt über das gesamte Guthaben. Es bedarf für Verfügungen nicht die Zustimmung der anderen Bevollmächtigten. Hier eröffnet sich natürlich die große Gefahr des Kontomissbrauchs. Natürlich stellen die hier genannten Aspekte nicht die vollständigen Vor- und Nachteile des Gemeinschaftskontos dar.


Vorteile

    • Überblick über gemeinsame Finanzen
    • als gemeinsames Konto zum Sparen nutzbar
    • gemeinsame Kontoführung einfach möglich
    • als Geschäftskonto z. B. für GbR nutzbar
    • ideal für Partner, Miete, Versicherungen, Einkäufe etc.
    • kein aufwändiges „Hin und Her“ beim Buchen


Nachteile

    • Alle Kontoinhaber haften stets gesamtschuldnerisch
    • Kommt ein Kontoinhaber in finanzielle Schieflage, kann das Guthaben aller gepfändet werden
    • Gemeinschaftskonto in der klassischen Version („Oder-Konto“) ist anfällig für Kontomissbrauch



Gibt es ein Gemeinschaftskonto ohne Gebühren?


gemeinschaftskonto-gebuehrenNicht nur beim Girokonto, sondern auch im übrigen Alltag ist es das Ziel vieler Menschen, immer nur das Notwendigste an Kosten aufzuwenden. Gerade aus diesem Grund interessiert sich eine Vielzahl der Kontointeressenten auch für ein Gemeinschaftskonto ohne Gebühren.

Doch gibt es ein solch gebührenfreies Gemeinschaftskonto tatsächlich? Ja, bei einigen Banken gibt es in der Tat ein Gemeinschaftskonto, wo keine Kontoführungsgebühren anfallen.

Doch Vorsicht: Einige scheinbar gebührenfreie Gemeinschaftskonten sind an bestimmte Bedingungen (oftmals bestimmter Gehaltseingang) geknüpft. Deshalb sollte man unbedingt hinterfragen, wann genau das Girokonto gebührenfrei ist.

Darüber hinaus muss man sich natürlich im Klaren darüber sein, dass für bestimmte Leistungen in jedem Fall Gebühren bzw. Zinsen anfallen. So verlangt jedes Institut ausnahmslos Zinsen dafür, wenn man den Dispositionskredit in Anspruch nimmt, mit seinem Konto also „ins Minus“ geht. Auch für Bargeldabhebungen bei Fremdinstituten fallen erfahrungsgemäß fast immer Kosten an.

    • Es gibt einige wenige Gemeinschaftskonten ohne Kontoführungsgebühr
    • Teilweise ist Gebührenbefreiung an Bedingungen (Gehaltseingang) geknüpft
    • Man sollte bei der Anbieterwahl auch auf andere Merkmale achten

Gemeinsames Girokonto trotz Schufa


Tipp - Konto ohne Schufa!
In unserem Gemeinschaftskonto Test findet sich auch das ein oder andere Angebot, bei dem eine Überprüfung der Schufadaten nicht erfolgt.

In manchen Fällen kann es schneller als man denkt dazu kommen, dass man einen Eintrag in die Kartei der Schufa erhält. Ein solcher negativer Schufa-Eintrag verschlechtert nicht nur die Chancen auf einen Miet- oder Handyvertrag, sondern führt auch dazu, dass man es wesentlich schwerer hat, ein Konto zu eröffnen. Auch beim Gemeinschaftskonto stellt das oftmals ein Problem dar. Gerade, wenn man bedenkt, dass bei der Eröffnung grundsätzlich natürlich alle Kontoinhaber abgefragt werden.

Ein Antrag zur Kontoeröffnung könnte also bereits in Gefahr sein, wenn nur einer der Antragsteller einen Schufa-Eintrag besitzt. Bei einigen Banken besteht allerdings die Option, ein Gemeinschaftskonto ohne Schufa Prüfung zu eröffnen. In diesem Fall sollte man allerdings bedenken, dass das gemeinsam geführte Girokonto dann im Regelfall nur als Habenkonto geführt werden kann – ein Disporahmen wird also nicht eingeräumt, sodass das Konto nicht „ins Minus“ gehen kann.

Steuerliche Aspekte unbedingt beachten


Selbsverständlich unterliegen sämtliche Zinserträge, die man mit dem Konto erwirtschaftet, der Steuerpflicht. Es gibt allerdings einen gesetzlich legitimierten Freibetrag, der es erlaubt, bis zu einem Betrag von 801 Euro für Einzelpersonen bzw. 1.602 Euro für Verheiratete steuerfreie Zinsen zu erhalten. Hierfür ist allerdings notwendig, einen Freistellungsauftrag  zu beantragen. Erwirtschaftet man insgesamt mit allen Konten und Depots Zinsen, die über den Freibetrag liegen, so müssen die erzielten Kapitalerträge selbstverständlich versteuert werden.

    • Freistellungsauftrag erlaubt den Erhalt steuerfreier Zinsen
    • Freistellungsauftrag kann nur von Verheirateten gestellt werden
    • Freistellungsauftrag beträgt 801 Euro für Einzelpersonen bzw. 1.602 Euro für Ehepaar

Jederzeit möglich: Gemeinschaftskonto kündigen


Tipp zur Kündigung
Übrigens: Als Alternative zur Kontokündigung kann sich in gewissen Einzelfällen die Umwandlung vom Gemeinschaftskonto in ein Einzelkonto anbieten. Ebenso denkbar ist eine Umwandlung vom Einzelkonto in ein Gemeinschaftskonto. Hier gilt es allerdings einige Voraussetzungen zu beachten.


Selbstverständlich hat man als Kontoinhaber zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, sein Gemeinschaftskonto zu kündigen. Zu beachten ist natürlich die Kündigungsfrist, die jeweils in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des jeweiligen Kreditinstitutes verankert ist. Wichtig ist insbesondere zu wissen, dass es für die Kündigung des gemeinschaftlich geführten Girokontos stets die Zustimmung aller Kontoinhaber bedarf.

Was passiert bei einem Erbfall?


Stirbt ein Kontoinhaber des Gemeinschaftskontos, stellt sich natürlicher früher oder später die Frage, wem welcher Anteil des Guthabens zusteht. Eine pauschale Regelung hierzu existiert nicht. Wichtig zu wissen beim Erbfall ist allerdings, dass der Erbe bereits direkt nach dem Tod des Kontoinhabers an dessen Position rückt. Bis der Erbe jedoch die tatsächliche Gewalt über den ihm zustehenden Geld – Anteil erhält, kann jedoch einige Zeit vergehen.

erbeBis dahin ist es zumindest beim Oder-Konto den anderen überlebenden Kontoinhabern möglich, wie gewohnt über das Guthaben / Geld zu verfügen. Wer eine solche Situation zu seinem Vorteil ausnutzt und unberechtigterweise größere Verfügungen vornimmt, kann sich allerdings dazu verpflichten, hinterher einen Ausgleich zu tätigen.

Aber es gibt noch viele weitere Aspekte in Zusammenhang mit einem Erbfall in Deutschland, die man unbedingt beachten sollte.

    • Mit dem Tod tritt Erbe mit sofortiger Wirkung an die Stelle des Verstorbenen
    • Beim Oder-Konto können überlebende Kontoinhaber weiter verfügen (allerdings können sie später zum Ausgleich verpflichtet werden)

Gemeinschaftskonto oder Vollmacht ?


Eine Vollmacht für das Einzelkonto ersetzt kein Gemeinschaftskonto!

vollmachtImmer wieder wird sich die Frage gestellt, warum man überhaupt ein Gemeinschaftskonto benötigt. Schließlich würde es genügen, eine bloße Kontovollmacht fürs Einzelkonto auszustellen – falsch. Es gibt vor allem in Haftungsfragen erhebliche Unterschiede, ob man lediglich eine Vollmacht ausgestellt hat oder ein Gemeinschaftskonto führt. So ist bei letzterer Variante prinzipiell jeder Kontoinhaber gleichberechtigt (Rechte und Pflichten). Im Gegenzug haften auch alle Beteiligten gesamtschuldnerisch. Anders bei einer erteilten Kontovollmacht: Hier ist grundsätzlich nur der Kontoinhaber der primäre Ansprechpartner und Verantwortliche für die Bank. Es gibt noch weitere Aspekte, die man in die Überlegung „Gemeinschaftskonto oder Vollmacht“ mit einbeziehen sollte.

Das passende Konto für Firmen und Vereine


Nicht nur unter Privatpersonen ist das Gemeinschaftskonto weit verbreitet. Auch immer mehr Firmen und Vereine nutzen dieses attraktive Kontomodell für die Verwaltung von Ein- und Ausgaben. Besonders geeignet scheint ein Gemeinschaftskonto für eine GbR (= Gesellschaft bürgerlichen Rechts) zu sein. Warum? Ganz einfach: Weil es hier zwei gleichberechtigte Gesellschafter gibt, die zumeist auf gemeinsame Rechnung tätig werden – ideale Voraussetzungen, um ein Gemeinschaftskonto zu führen. Außerdem erhält jeder GbR-Beteiligte seine eigene Karte (z. B. Kreditkarte oder EC-Karte), so dass auch problemlos Zahlungen auf Geschäftsreisen über das GbR-Konto getätigt werden können. Aber auch für andere Unternehmensforen kann sich ein Gemeinschaftskonto anbieten. Übrigens: Das Gemeinschaftskonto für Firmen wird tendenziell häufiger als Und-Konto geführt.

Ebenfalls interessant ist ein Gemeinschaftskonto für Vereine. So können dadurch Vereinsgelder von mehreren Kontoverantwortlichen verwaltet werden. Zumindest beim Und-Konto sorgt das Vier-Augen-Prinzip überdies für maximale Kontrolle und Transparenz.

Gemeinschaftskonto für Miete


gemeinschaftskonto-mieteNicht selten wird ein Gemeinschaftskonto auch für die Abwicklung von Mietzahlungen eingerichtet. Gerade dann, wenn ein Paar in einem Haushalt wohnt und sich die Mietkosten teilt, ist ein solches „Paarkonto“ optimal geeignet, um die Mietanteile zu bündeln und von hier aus die Mietzahlung vorzunehmen.

Aber wie geht man in diesem Fall am besten vor, um für sich den Aufwand möglichst gering zu halten? Das zeigen wir hier: Gemeinschaftskonto für Miete.

Gemeinschaftskonto für Verheiratete und nicht Verheiratete


Um ein Gemeinschaftskonto zu führen, muss man natürlich nicht zwangsläufig verheiratet sein. Zwar ist die Ehe vor allem in Hinsicht auf die steuerliche Betrachtung ein positiver Einflussfaktor, allerdings bietet sich auch für nicht verheiratete Paare die Möglichkeit, ein solches Konto zu eröffnen. Ein Gemeinschaftskonto für nicht Verheiratete hat jedoch zur Folge, dass ein Freistellungsauftrag nicht abgegeben werden kann und dass der Schenkungsfreibetrag (Stichwort: Steuern) auf 10-Jahres-Sicht lediglich 20.000 Euro beträgt. Beim Gemeinschaftskonto für Verheiratete (Ehepaar) liegt dieser Schenkungsfreibetrag im selben Zeitraum bereits bei 500.000 Euro. Darüber hinaus kann man in diesem Fall einen Freistellungsauftrag (1.602 Euro für beide Ehegatten) eingereicht werden.

Ohne gemeinsamen Wohnsitz trotzdem gemeinsames Konto?


Im Normalfall wird ein Gemeinschaftskonto als Paarkonto immer dann eröffnet, wenn man in einem gemeinsamen Haushalt lebt. Klar: Schließlich fallen kaum gemeinsame Kosten an, wenn man nicht auch zusammenlebt. Trotzdem ist das Führen von einem Gemeinschaftskonto ohne gemeinsamen Wohnsitz natürlich theoretisch möglich. Teilweise fordern die Banken allerdings einen gemeinsamen Wohnsitz. Ein Girokonto dieser Art eignet sich zum Beispiel dann, wenn ein Zusammenzug in naher Zukunft geplant ist – quasi als erster Schritt in die Gemeinsamkeit.

Sind mehr als zwei Kontoinhaber möglich?


Irrtümlicherweise wird oftmals behauptet, ein Gemeinschaftskonto wird immer von zwei Personen geführt. Doch dem ist nicht so. Richtig wäre es dagegen zu sagen: Ein Gemeinschaftskonto wird von mindestens zwei Kontoinhabern geführt. Demzufolge ist auch ein Gemeinschaftskonto für 3, 4 oder 5 Personen denkbar. Aber Achtung: Da bei diesem Kontomodell stets alle Kontoinhaber gemeinschaftlich haften, kann man schnell in die Bredouille kommen, für die Schulden anderer Kontoinhaber zahlen zu müssen.

Und jetzt: Bestes Gemeinschaftskonto finden


Zu guter Letzt stellt sich natürlich die Frage, wie man das am besten geeignete Konto aus der mittlerweile gigantischen Auswahl herausfiltern kann. Ein „bestes Gemeinschaftskonto“, das für jeden gleichermaßen geeignet ist, gibt es schlichtweg nicht. Jeder muss aufgrund der persönlichen Bedürfnisse und Prioritäten das Konto finden, was für ihn am besten geeignet ist. Aber wie geht man hierzu Schritt für Schritt vor? Das zeigen wir in unserem „Bestes Gemeinschaftskonto finden“-Ratgeber.

Die wichtigsten Infos zusammengefasst:

    • Zweifelsohne handelt es sich beim Gemeinschaftskonto vor allem für Paare, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, um eine gute Möglichkeit, den Überblick über gemeinsame Finanzbelange zu behalten.
    • Aber auch für Firmen und Vereine bietet ein Gemeinschaftskonto vielseitige Vorteile. Man sollte allerdings unbedingt die Steuerfallen kennen, um unerwarteten Nachzahlungen zu entgehen.
    • Ebenfalls sollte man sich dem Risiko bewusst sein, dass beim Gemeinschaftskonto – wie der Name bereits sagt – alle Kontoinhaber gemeinsam haften. Eine solidarische Gemeinschaft also.



Welche Institute bieten Konten mit mehr als 2 Inhabern an?


Hier gibt es eine Übersicht von Banken, welche Girokonten, die als gemeinsames Konto geführt werden können, anbieten. Auf den Detail-Seiten erhalten Sie umfassende Infos über die Konditionen, Leistungen etc. zu den Konten.

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